Jetzt lieferbar: "Der Neue Feudalismus" von Hermann Ploppa
Wie wehren wir uns gegen unsere Enteignung und Entmündigung?
Schockiert und ratlos reagieren wir jeden Tag auf immer neue Zumutungen der Eliten. Mit jedem Tag werden uns mehr Errungenschaften im Handstreich weggenommen. Wir können uns nicht angemessen zur Wehr setzen. Doch wir können besser verstehen, was uns angetan wird. Und wir können durchaus eine humane Welt erschaffen. Wir benötigen dafür die erforderlichen Werkzeuge. Ich möchte mit meinem aktuellen Buch “Der Neue Feudalismus” einen Beitrag leisten, dass wir uns nicht nur erfolgreich gegen unsere Enteignung und Entmündigung wehren können, sondern dass wir auch an einer menschlchen, fried- und freudvollen Welt arbeiten können.
Im Folgenden ein Asuzug aus meinem Buch:
Zur Einstimmung
Wir werden von einem Tsunami schlechter Nachrichten nur so überspült.
Da wird schon wieder ein neuer Krieg aufgemacht. Ganze Regionen werden mal eben in Trümmerfelder verwandelt. Und auch in der Region, in der wir leben, verdunkelt die etwas leisere, subtile Zerstörung des Gewohnten unser Gemüt. Es zermürbt.
Da wird mal eben wieder ein örtliches Krankenhaus geschlossen. Die Bibliothek kann nur noch von ehrenamtlichen Mitarbeitern am Leben erhalten werden. Auch der Bus fährt nicht mehr bis zum nächsten Ort. Wir wollen unseren Hausarzt anrufen. Wir hören aber nur immer einen Anrufbeantworter, der uns sagt, dass zur Zeit gerade alle Telefone belegt sind. Wir wollen Käse einkaufen. Der ist schon wieder glatt einen Euro teurer geworden, und die Verpackung ist viel größer als der Käse in der Verpackung.
Wut staut sich auf und kann sich nirgendwo entladen. Wir müssen ja funktionieren. Da ist eine Macht, der wir ausgeliefert sind. Wir sehen die Mächtigen jedoch nicht mehr. Stattdessen demente Politiker, die nichts zu sagen haben und nur dazu dienen, dass wir unsere Wut irgendwo abladen können. Es bleibt uns aber tatsächlich nur noch das Zähneknirschen. Denn immer anonymer ist die strukturelle Gewalt, der wir tagtäglich ausgesetzt sind.
Regieren nach Gutsherrenart ist jetzt wieder angesagt. Die Regenten in den westlichen Ländern begreifen das ihnen anvertraute Amt nur noch als willkommene Gelegenheit, öffentliche Gelder in die Taschen der eigenen Sippe umzuleiten. Sie müssen ja keine Strafe mehr fürchten. Wie in grauer Vorzeit werden Personen, die die Herrschenden auch nur ganz vorsichtig kritisieren, wegen Majestätsbeleidigung ins Gefängnis gesteckt. Ein ganzes Volk wird in den Lockdown eingeschlossen. Mit dem Anglizismus „Lockdown“ wird das unfeine deutsche Wort „Einschließung“ vermieden. Obendrein wollte die Elite uns alle zur Impfung mit einer noch gar nicht ausgereiften Substanz zwingen. Grundgesetzlich verbrieftes Anrecht auf körperliche Unversehrtheit? Das war einmal.
Eine Revolution von oben hat in den letzten fünf Jahren stattgefunden. Die Akteure dieser mutwilligen Zerstörung bejubeln ganz offen das, was sie „Disruption“ nennen. Das bedeutet weniger fein ausgedrückt: Zerrüttung, Verwirrung. Kein Stein soll mehr auf dem anderen bleiben.
Wir versuchen immer wieder, die Akteure dieser Zerstörung ausfindig zu machen. Das anonym gewordene Machtgefüge zu entschlüsseln.
Doch wir stochern im Dunklen.
Aber wir kommen um die Mühe nicht herum, komplexe Realitäten auch komplex zu analysieren. Darum mache ich mir die Mühe, in einem geschichtlichen Parforce-Ritt zu verstehen was da jetzt auf uns zukommt. Die Geschichte ist im wesentlichen die Geschichte der Beziehung von Herrschenden und Beherrschten. Die Geschichte handelt davon, wie sich immer wieder Menschen ein viel zu großes Stück aus unserem Kuchen herausschneiden. Ein Kuchenstück, das sie anderen rauben, die dafür entsprechend zu wenig haben. Und immer wieder gelingt es dann doch im Lauf der langen Geschichte, wieder mehr Verteilungsgerechtigkeit herzustellen. Diese Geschichte kennenzulernen lohnt sich. Denn wir erfahren, wie der Verteilungskampf um die Kuchenstücke funktioniert. Wir begreifen besser, wo wir hergekommen sind. Und wie es kommt, dass wir eine so komfortable Kindheit und Jugend genießen durften. In diesem Buch nenne ich die Akteure, die uns diese wunderbaren Errungenschaften wieder wegreißen wollen.
Wir müssen wissen wo wir herkommen. Dann wissen wir besser, wo es hingeht.
Das was sich gerade vor unseren entsetzten Augen vollzieht, bezeichne ich als „Neuen Feudalismus“. Sicher, den alten Feudalismus wird es nie wieder geben. Wir sind nicht mehr im Zeitalter von Ackerbau und Viehzucht. Aber die Art und Weise, wie die neuen unsichtbaren globalen Eliten agieren, hat große Ähnlichkeit mit dem Feudalismus. Es wird wieder irrational nach Gutsherrenart regiert. Die neuen feudalen Herren regieren ohne sich durch Leistung für die Gesellschaft zu legitimieren. Sie bestimmen einseitig die Höhe unserer Abgaben an die Herrschaften. Die neuen Feudalherren kassieren immer öfter von uns leistungslose Einkommen. Das bürgerliche Äquivalenzprinzip, dass nämlich gleichwertige Waren miteinander getauscht werden, und dass rationale, nachvollziehbare Kalkulationen vorherrschen, gilt nicht mehr. Mit einem Schlag gelten keine von der Gemeinschaft verabredeten Spielregeln mehr. Der öffentliche Raum wird uns wieder einmal gestohlen. Wie dereinst den Bauern die Allmende. Es wird privatisiert bis der Arzt kommt. Wir werden bis aufs Hemd ausgeplündert. Hausbesitzer verwandeln sich in Mieter. Und irgendwann kommen die Zeltstädte der Obdachlosen. In den USA ist es bereits so weit. Bei uns gottlob noch nicht.
Dieses Buch hat zwei Teile.
Im ersten Teil zeige ich, wie sich unsere Vorfahren mühsam und voller Opfer und Entbehrungen aus den Fesseln des Feudalismus befreit haben. Im zweiten Teil zeige ich, welche Kräfte mit welcher Strategie das mühsam erkämpfte Volksvermögen und die Volkssouveränität an sich reißen.
Das erste Kapitel berichtet vom Feudalismus im Mittelalter. Im Zeitalter der Völkerwanderungen übernahmen einige Männer den militärischen Schutz der Bauern. Als die Bedrohung von außen geschwunden war, nutzten die Schutzleute ihr Waffenmonopol, um nunmehr ihre eigenen Schutzbefohlenen auszubeuten.
Das zweite Kapitel zeigt die viel gepriesene Neuzeit. Das war zunächst ein Schock. Denn die Feudalherren nahmen den Bauern jetzt zusätzlich noch die Allmende weg. Also das Land, das alle Bauern bis dahin genutzt hatten. Die Bauernaufstände bekamen Schützenhilfe durch die Reformation – bis sich Luther gegen die Bauern wandte. Doch mehr und mehr setzt sich die Verwendung von Geld durch. Geld durchdringt alle Lebensbereiche und fördert den Aufstieg des Bürgertums. In Frankreich wird der Feudaladel gewaltsam entmachtet.
Im dritten Kapitel biete ich eine etwas ungewohnte Sicht auf den deutschen Kaiser Wilhelm II. Die Industrie kam auf und damit auch eine massenhafte Arbeiterschaft. Weil es den Arbeitern und Bauern wirklich schlecht ging, entwickelte sich Selbsthilfe in Form von Genossenschaften und Sparkassen. Das besondere ist, dass in Preußen und im deutschen Kaiserreich diese Basisbewegungen nicht unterdrückt, sondern auf dem Weg der Subsidiarität vom Staat unterstützt wurden. Subsidiarität bedeutet: der Staat unterstützt Genossenschaften und öffentlich-rechtliche Strukturen dann, wenn es unbedingt nötig ist.
Im vierten Kapitel geht es darum, wie das deutsche Volksvermögen nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg von angloamerikanischen Banken abgezogen wurde. Trotzdem konnte in Deutschland wieder Vermögen aufgebaut werden. Die Nazis leiteten das Volksvermögen jedoch in die Kriegskasse.
Das fünfte Kapitel beschreibt, wie Westdeutschland nach dem Zweiten Weltkrieg unter dem echten Neoliberalismus einen nie zuvor gekannten Wohlstand erlebte. Alles wurde der Wirtschaftslogik unterworfen. Dabei wurden aber die Arbeiter an den Erträgen der Produktivitätssteigerung angemessen beteiligt. Zum Abschluss des ersten Teils beschreibe ich den Wohlstandgewinn in konkreten Zahlen. Wie viel musste man von seinem Lohn für das nackte Überleben ausgeben? Und wie viel konnte man für andere Zwecke nutzen?
Den Zweiten Teil beginne ich mit der Präsidentschaft von Franklin Delano Roosevelt in den USA. Roosevelt wollte paternalistisch sozusagen von oben den Sozialstaat einführen, der in Deutschland durch das Volk erkämpft wurde. Die Oligarchen in den USA stellten dem New Deal eine schöne neue Welt des Konsumismus entgegen. Die Leute sollten nicht in Armut zurückfallen. Aber nach diesem konsumkapitalistischen Modell sollten die Verbraucher nur dumme Manipulationsobjekte sein. Die Werbung und die Propaganda sprach das Unterbewusste im Menschen an. Diese Konsumfalle sollte bis zum Beginn der 1980er Jahre im Einsatz sein.
Im siebten Kapitel stelle ich die Koch-Brüder in den USA vor. Die Koch-Brüder, Besitzer eines Mischkonzerns, gaben gigantische Geldbeträge aus, um die Alleinherrschaft der Konzerne zu sichern. Das geschah – und geschieht immer noch – durch den Aufbau marktradikaler Denkfabriken, die dicht miteinander vernetzt sind.
Dann wende ich mich der ersten Generationen der marktradikalen Ideologen zu, die von den Unternehmern mächtig gefördert wurden. Ludwig von Mises, Friedrich von Hayek, Milton Friedman. Ihr Dogma: der Staat kann nichts. Private Unternehmen können alles machen, was der Staat bis jetzt macht. Doch diese Ideologen wollten den Staat noch nicht völlig abschaffen. Gewisse Ordnungsfunktionen sollte der Staat noch übernehmen.
Die nächste Generation der marktradikalen Ideologen kommt im neunten Kapitel zum Zug. James Buchanan, Murray Rothbard und Hans Hermann Hoppe wollen gar keinen Staat mehr haben. Der Staat ist für diese „Anarcho-Kapitalisten“ nur noch ein Verbrecher. Ein Dieb, der den Tüchtigen ihr Geld stiehlt und es den Faulenzern und Schmarotzern zuführt. Und mit Markus Krall sind wir dann wieder im Feudalismus angekommen.
Und weil die Zerrüttung der noch existierenden Staaten manchen Leuten nicht schnell genug geht, beginnen sie mit der Gründung von Privatstädten. Im zehnten Kapitel zeige ich, dass diese Entwicklung zu rechtsfreien Wirtschaftssonderzonen schon weit vorangeschritten ist, wovon die Öffentlichkeit so gut wie nichts weiß. Privatstädte werden wie Wirtschaftsunternehmen geführt. Die Bewohner sind keine Bürger der Stadt, sondern Anteilseigner. Ein komfortables, teures und überwachtes Funktionieren in einer Smart City.
Im elften Kapitel erörtere ich dann, wie wir aus dieser verfahrenen Situation herauskommen. Und ich hoffe, dass dieses Buch seinen bescheidenen Teil zur Lösung beitragen kann.
Den Abschluss bilden vier Kapitel, die sich mit Künstlicher Intelligenz, der “Sonderwirtschaftszone” Gaza, mit Peter Thiel und mit dem argentinischen Präsidenten Javier Milei beschäftigen.
Soweit der Auszug aus meinem neuen Buch.
Es kann am schnellsten und am einfachsten bei mir bestellt werden. Auf Wunsch signiere ich das Buch auch. Es kostet 20 Euro.
Bestellungen bitte an folgende Emailadresse: liepsenverlag@gmail.com
Danke.



